BART DAVENPORTEpisodes

Label: Tapete
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Artikelnummer: 018585

Beschreibung

Bart Davenport hat viele Gesichter: Er war bereits Mod, Blues-Sänger und Softrock- Troubadour. Er ist eineklektischer Singer-Songwritermit zeitloser Crooner-Stimme. Seine Songs sind geschmeidig und widerborstig zugleich, sie bringen uns in eine imaginäre Vergangenheit oder Gegenwart,gespickt mit romantischen Oden und rätselhaften Figuren. Davenports Geschichten sind oftmals eine Spiegelung des Jetzt; sie spielen in einer Fantasiewelt, und doch vermitteln sie persönliche und universelle Wahrheiten. In seinem Heimstudio in Los Angeles hat er nun zwölf neue Songs eingespielt – eine Rückkehr zu Akustikgitarren und 60er-Jahre Barock-Pop- Klängen. „Episodes“ ist sein achtes Album seit dem 2002 veröffentlichten Solo-Debüt. Es erscheint im März 2022 auf Tapete Records.
Davenport setzt diesmal bewusst auf eine LoFi-Ästhetik und nimmt uns mit auf eine Reise durch farbenfrohe Geschichten, die komisch und tragisch zugleich sind. Sixties- Riffs auf der Zwölfsaitigen, avantgardistisch-barocke Bratschen und weltgewandte Percussion-Klänge bilden die Kulisse für Songs voller frischerRomantik, surrealer Offenbarung, dystopischer Realität und nostalgischer Erinnerung.
Davenports neues Material beflügelt die Fantasie und bietet eine Flucht vor den Turbulenzen der Gegenwart, ist aber zugleich auch als ungewöhnlicher Kommentar zu verstehen. Ob digitale Antagonisten in „Holograms“, tanzende Oligarchen in „Billionaires“ oder rätselhafte Nudisten in „Naked Man“ – viele schräge Charaktere bevölkern die lustige kleine Welt, die sich in Davenports Versen entfaltet. Seine Stimme klingt bisweilen besonders weich, dann wieder singt er in einem etwas frecheren, dramatischeren Bariton. Auf die allseits präsente Happy/Sad-Stimmung scheint er ein Patent zu haben, hinzu kommt gelegentlich auch mal eine jazzigere Harmonie.
Auf „Episodes“ betätigt sich Davenport an zahlreichen Instrumenten, doch allein hat er das Album nicht eingespielt. Bei der Produktion spielten zahlreiche Gäste eine entscheidende Rolle: Drummer Graeme Gibson veredelt viele der Tracks mit seiner Lässigkeit, darunter auch das Kinks-artige „It‘s you“. „Easy Listeners“ erfreut mit dem tropischem Samba-Flair, in dem sich Davenport gerne mal suhlt, diesmal wird er dabei unterstützt von dem versierten Percussionisten Andres Renteria (Jose Gonzales, Rodrigo Amarante). Das von türkischem Psychedelic inspirierte „Strange Animal“ hat futuristische Orgel-Riffs von Aaron M. Olson (L.A. Takedown) in petto, der Davenports vorheriges Album („BlueMotel“ von Bart & The Bedazzled) produziert hat. In Erscheinung treten zudem die langjährigen Bandgefährten Jessica Espeleta (Bass) und Wayne Faler (Lead-Gitarre).
Der ruhigste Song des Albums ist möglicherweise zugleich der herausragendste: das brit-folkige „Alice Arrives“. Davenports herbstlich anmutende Stimme und sein Gitarrenspiel werden meisterhaft begleitet von Dina Maccabees Streicherarrangements, die von seriösem Barock zu verspielter Moderne morphen – und wieder zurück. Dies und auch der schwerere, orchestralere Sound von „Billionaires“ verleihen dem eigentlich nach Heimarbeit klingenden Album eine gewisse HiFi-Note.

Tracks

01. It's You
02. Holograms
03. Alice Arrives
04. Easy Listeners
05. Billionaires
06. All Dressed In Rain
07. Naked Man
08. Strange Animal
09. Wireless Moon
10. 99 Forever
11. Creatures In Love
12. Still Life